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Wolsfeld fĂŒhrt durch die gute Stube

WolsfeldNachdem die Bewertungskommission des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" am Dienstag bereits Ehlenz bereist hatte (der TV berichtete), stand gestern mit Wolsfeld der zweite Eifelkreis-Favorit auf Programm.

Wolsfeld. (uhe) Zwei Stunden können eine quĂ€lende Ewigkeit sein. In Wolsfeld sind sie das nicht. Im Gegenteil: Nur zwei Stunden hat der Ort Zeit, die sechsköpfige Jury des Landesentscheids "Unser Dorf hat Zukunft" von den QualitĂ€ten ihrer Gemeinde zu ĂŒberzeugen.

Zwei Stunden, das sind 7200 Sekunden, von denen keine einzige verschenkt oder vertrödelt werden darf. Und deshalb ist OrtbĂŒrgermeister Heinz Junk in seinem einleitenden Vortrag auch bemĂŒht, in jede dieser Sekunden möglichst viele Worte zu packen. Knapp 30 Minuten dauert Junks BildschirmprĂ€sentation im Wolsfelder FeuerwehrgerĂ€tehaus.

Auch viele BĂŒrger sind anwesend. Einige von ihnen tauchen auch auf Bildern der PrĂ€sentation auf.

Kein Brauchtum, aber durchaus etwas, worin die Wolsfelder mittlerweile geĂŒbt sind, ist das, was im Anschluss an die PrĂ€sentation folgt: der Rundgang durch den Ort. Der BĂŒrgermeister geht voran und die Menge ihm nach.

Es geht vorbei an alten BauerngĂ€rten, an dicken Sandsteinmauern. Ein Blick in die alte Kirche, ein kurzer Ausflug in die alte Burg. Dann ĂŒber den Schulhof, wo singende Kinder die Jury bereits erwarten. Von dort durch das Neubaugebiet, auf den Friedhof, durch die neue Kirche und schließlich wieder zurĂŒck. Und immer wieder fĂŒhrt der Weg ĂŒber die Europastraße. FĂŒr Franz Hattler vom Mainzer Ministerium, der die Jury leitet, ist diese Straße das wichtigste "Zukunftsprojekt der Gemeinde".

Das wissen auch die Wolsfelder, die im Anschluss an den Rundgang aufmerksam den Worten der Jury lauschen. Von "einer konsequenten Dorfentwicklung", deren Grundstein schon frĂŒh gelegt wurde, ist die Rede. Von alter Bausubstanz, "die bis ins Detail neu gestaltet wurde", von "wunderbaren Gartenanlagen" und von "reifen und klugen Überlegungen" bei der Anlegung des Neubaugebiets. Kurzum: Wolsfeld sei nicht ohne Grund im Finale des Landeswettbewerbs.

Ob es auch fĂŒr den Einzug in den Bundesentscheid reicht, wird sich allerdings erst zeigen, wenn alle zwölf rheinland-pfĂ€lzischen Endrundenteilnehmer besucht und bewertet worden sind. SpĂ€testens Ende Mai soll die Entscheidung vorliegen.

Quelle: volksfreund.de