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Oliver Petersch - Technisch versiert und schnell

Oliver PeterschMit "Eintracht aktuell" sprach Löwen-Neuzugang Oliver Petersch ĂŒber seine fußballerische Ausbildung, gesammelte Erfahrungen in der 2. Bundesliga und das "Kribbeln" vor dem Spiel.

"Ich habe eine neue sportliche Herausforderung gesucht. Als Marc Arnold und Torsten Lieberknecht auf mich zu kamen und fragten, ob ich mir vorstellen könne in der kommenden Saison bei Eintracht Braunschweig zu spielen, habe ich mich wirklich gefreut. Wir hatten sehr gute GesprĂ€che, so dass ich am Ende nicht lange ĂŒberlegen musste, ob ich hier einen Vertrag unterschreibe", erklĂ€rt Neuzugang Oliver Petersch seinen Wechsel in die Löwenstadt.

Der 22-JĂ€hrige passt perfekt ins Beuteschema der Braunschweiger Verantwortlichen: Trotz seines jungen Alters verfĂŒgt der Außenbahnspieler bereits ĂŒber die Erfahrung von 57 Zweitliga-Begegnungen, die er allesamt fĂŒr Rot-Weiß Oberhausen bestritt. Oli, wie ihn seine Mitspieler rufen, wurde in der Jugend bei Bayer 04 Leverkusen exzellent ausgebildet, ist technisch versiert und enorm schnell. Zudem wurde er mehrfach in die Nachwuchsmannschaften des DFB berufen. "Ich denke gern an Leverkusen zurĂŒck. Ich hatte dort viele schöne Jahre, die ich nicht missen will", sagt der Bitburger heute ĂŒber seine Zeit bei der Werkself vom Rhein. "Jetzt freue ich mich aber riesig auf die vor mir liegenden Aufgaben bei der Eintracht", so der Mittelfeldakteuer, der in seiner Freizeit gerne Tennis spielt.

Besonders beeindruckt zeigt sich der 22-jĂ€hrige Rechtsfuß vom tollen Umfeld bei den Löwen. "Wenn ich daran denke, was beim Trainingsauftakt los war und das schon knapp 13.000 Dauerkarten verkauft worden sind, dann ist das sehr beeindruckend. Ich habe mir in der vergangenen Saison auch schon ein Heimspiel im EINTRACHT-STADION angeschaut. Die AtmosphĂ€re auf den RĂ€ngen hat mich wirklich umgehauen."

Trotz seines jungen Alters wirkt der Mittelfeldspieler schon beachtlich reif. Zuletzt lief es in Oberhausen nicht mehr so richtig. "Wir haben eine sehr schlechte RĂŒckrunde gespielt und am Ende der Saison irgendwie nicht mehr richtig die Kurve gekriegt", versucht Petersch den Abstieg der Rot-Weißen zu erklĂ€ren. sei auch er nach der RĂŒckrunde geknickt gewesen, "aber es ist wichtig, dass man sich solch einem Negativerlebnis nicht verunsichern lĂ€sst, seine Lehren daraus zieht und dann der optimistisch nach vorne blickt und sich auf die neuen Aufgaben konzentriert." Bei der Euphorie, die momentan um die Eintracht herrscht, sei ihm dies aber auch nicht schwer gefallen, gibt Petersch zu. "Wir NeuzugĂ€nge wurden super von der Mannschaft aufgenommen. In der kurzen Zeit in der ich jetzt hier bin habe ich gemerkt, dass das Team vollkommen intakt ist", stellt der ehemalige Leverkusener zufrieden fest.

Und auch in der Stadt Heinrichs des Löwen fĂŒhlt sich der 22-JĂ€hrige bereits richtig wohl. „Braunschweig ist wirklich sehr schön. Aber ich muss mich noch ein wenig an die 'FußballverrĂŒcktheit' der Menschen hier gewöhnen. Balkone und Fenster sind mit blau-gelben Schals und Wimpeln geschmĂŒckt und fast jeder redet ĂŒber Eintracht. Das kannte ich in dieser Form aus Leverkusen oder Oberhausen nicht. Aber es macht Lust auf mehr", so der Neu-Löwe. Petersch will wieder in die Erfolgsspur zurĂŒck und mit den Blau-Gelben in der z. Bundesliga fĂŒr Furore sorgen. Ziel seien erst einmal die magischen 40 Punkte, "wir werden uns aber auch nicht dagegen wehren, sollten es am Saisonende ein paar mehr sein", deutet der große Musikfan bereits an, dass er viel Potenzial in der Mannschaft sieht. Er freue sich jedenfalls "riesig" auf das erste Saisonspiel vor heimischer Kulisse gegen den TSV 1860 MĂŒnchen. "Die bisherige Vorbereitung lief wirklich sehr erfreulich. Gerade in den eineinhalb Wochen im Trainingslager, haben wir exzellent gearbeitet, um die Grundlagen fĂŒr eine erfolgreiche Saison zu schaffen." Mittlerweile kribbelt es bei ihm schon ein wenig, wenn er an die Auftaktpartie denkt. "NervositĂ€t gehört ein StĂŒck weit mit dazu. Aber wenn man aus dem Spielertunnel heraustritt und ins Stadion einlĂ€uft, dann ist man fĂŒr 90 Minuten in seiner eigenen kleinen Welt", beschreibt der Mann mit der RĂŒckennummer 18 die GefĂŒhlswelt eines Fußballers vor und wĂ€hrend des Spiels. Auf die Frage, ob er ein spezielles Vorbild im Fußball habe, antwortet er: "Mittlerweile orientiert man sich nicht mehr so konkret an einzelnen Spielern, sondern versucht vielmehr seinen eigenen Stil zu entwickeln und auf sich selbst zu schauen. Das passiert nicht von heute auf morgen. Es ist ein langer Weg bei dem man Geduld braucht." Die scheint Oliver Petersch mitzubringen...

Quelle: "Stadionzeitung Eintracht aktuell", Ausgabe 1, Saison 2011/12