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KREISLIGA B II: Zwei W├╝nsche f├╝r das Derby

Joachim KloweitWOLSFELD. Die SG Wolsfeld/Alsdorf-Niederweis/Messerich ist die ├ťberraschungsmannschaft in der Kreisliga BII. Nachdem das Team im vergangenen Jahr nur knapp den Klassenerhalt schaffte, steht man derzeit auf dem Platz an der Sonne.

Joachim Kloweit gibt sich bescheiden: "Dass wir da oben stehen, ist eine riesige ├ťberraschung. Damit h├Ątten wir nach der schwachen Saison 2005/2006 nie gerechnet." Seit kurz vor Saisonbeginn (Kloweit: "Das war wirklich eine ganz kurzfristige Angelegenheit, da der eigentliche Trainer aus gesundheitlichen Gr├╝nden absagen musste") steht der in Messerich wohnende Kloweit auf der Kommandobr├╝cke bei der Nimstal-SG.

"Wir haben zu Saisonbeginn einiges ge├Ąndert", sagt Kloweit und meint damit weniger die Zusammenstellung des Kaders. "Wir spielen noch mit nahezu dem gleichen Kader wie in der vergangenen Saison. Aber wir haben das Spielsystem total ver├Ąndert. Deshalb sind Spieler, die sonst Abwehrspieler waren, nun in Mittelfeld und Sturm und umgekehrt." Der Erfolg gibt dem Trainer durchaus recht.

"Zudem, und das ist wohl einer der wichtigsten Gr├╝nde f├╝r den Aufschwung, stimmt nun endlich die Einstellung in der Mannschaft, sowohl am Wochenende auf dem Platz als auch beim Training." Das hat Kloweit auch am vergangenen Wochenende gesehen, beim ungl├╝cklichen 3:4 im Ausw├Ąrtsspiel beim derzeit sch├Ąrfsten Verfolger SG Nusbaum. "Die Moral hat gestimmt. Mit ein bisschen Gl├╝ck h├Ątten wir am Ende auch noch den Ausgleich machen k├Ânnen."

Doch in Nusbaum sah Kloweit auch eine andere Sache: "Wir verhalten uns in taktischen Belangen oftmals noch nicht abgekl├Ąrt genug. Wir h├Ątten uns am vergangenen Wochenende nach der 2:0-F├╝hrung die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen d├╝rfen. Aber das lernt die Mannschaft mit der Zeit", hofft der 36-j├Ąhrige Familienvater Kloweit.

Und Zeit hat die Mannschaft noch gen├╝gend, der Trainer sch├Ątzt das Durchschnittsalter auf magere 21 Jahre. "Gerade die jungen Spieler haben sich im Vergleich zu den vergangenen Spielzeiten enorm entwickelt. Dadurch ist die Mannschaft insgesamt auch gereift."

Der Trainer des Spitzenreiters legt Wert darauf, dass seine Mannschaft als Einheit gesehen wird: "Da geh├Ârt nat├╝rlich auch die zweite Mannschaft dazu. Nur gemeinsam ist der Erfolg, den wir bisher erreicht haben, ├╝berhaupt m├Âglich. Auch im Umfeld des Vereins stimmt es, die Homogenit├Ąt ist einfach derzeit in allen Bereichen vorhanden."

Der F├╝hrungsspieler, der die "jungen Wilden" mitrei├čt, ist Verteidiger Michael Hinkes. "Er ist auch bei Mannschaftsbesprechungen in vorderster Front und versteht es sehr gut, die jungen Spieler anzupacken", lobt Kloweit den 36-J├Ąhrigen. Spieler wie Nico Hettinger (Kloweit: "Unser Leitwolf im Mittelfeld") k├Ânnen sich bei Hinkes┬┤ Erfahrung noch einiges abschauen.

Ein Sonderlob vom Trainer erh├Ąlt der derzeit erkrankte Torh├╝ter Christian Thommes: "Der 20-J├Ąhrige spielt bisher wirklich eine ├╝berragende Saison und hat uns schon einige Punkte gerettet."

Vorfreude auf das Derby

An diesem Wochenende kommt es zum Derby gegen die SG Ferschweiler, f├╝r das sich Kloweit zwei Dinge w├╝nscht: "Erstens wollen wir unseren Heim-Nimbus wahren, schlie├člich haben wir bisher zu Hause noch nicht verloren". Und zweitens, so sagte der Trainer, "haben wir mit Ferschweiler noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel haben wir unsere erste Saison-Niederlage kassiert. Wir haben also etwas gutzumachen."

Eine Woche sp├Ąter steht dann der Jahres-Ausklang beim FC Bitburg II auf dem Programm: "Dies ist unser erstes Hartplatz-Spiel der Saison. Es wird zwar eine Umstellung, aber wir streben dennoch zwei Siege an und wollen ├╝ber Weihnachten noch ganz oben stehen. Dann werden wir uns intensiv auf den Rest der Saison vorbereiten und dann sehen, was herausspringt. Unter den ersten drei zu landen, halte ich f├╝r ein realistisches Ziel", sagt der reitbegeisterte Trainer.

"Mich interessieren eigentlich alle L├Ąnder und Kontinente. Besonders angetan war ich aber von Neuseeland, wo ich vor f├╝nf Jahren war und wieder einmal hinm├Âchte."

Wie lange Kloweit, der in der Jugend in Bitburg und sp├Ąter lange in Stahl spielte, noch Trainer der SG Wolsfeld bleibt, ist derzeit noch offen. "Weil vor der Saison alles so schnell ging, werden wir uns im Fr├╝hjahr wieder zusammensetzen. Ich kann mir aber gut vorstellen, lange hier zu arbeiten."

Quelle: volksfreund.de