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Hoffen und Bangen im Nimstal

Foto: fupaDer Saisonstart war vielversprechend: Aus den ersten sieben Spielen ergatterte die SG Nimstal Messerich 13 Punkte und war Vierter. Doch nach den folgenden zehn Partien ohne Sieg fand sich das Team von Trainer Joachim Kloweit in unteren Gefilden wieder.

Die neun Niederlagen aus den vergangenen zehn Spielen drückten gewaltig auf das Gemüt. Der B-II-Liga-Dino ist in eine prekäre Lage geraten und steht mit dem Rücken zur Wand. Trainer Joachim Kloweit liefert die Erklärungen: „Wir hatten sechs verletzte Spieler zu beklagen. Das sind alles Langzeitausfälle und zugleich Schlüsselspieler. Das konnten wir auch durch Mentalität und Willen nicht mehr auffangen.“ Der 49-Jährige hat eine derartige Misere in seiner Trainerlaufbahn „noch nie erlebt“. Oft gab es knappe Niederlagen, die am Selbstvertrauen nagten. Weil es in dieser Saison keine Übermannschaft gebe in der B-II-Liga und jeder quasi jeden schlagen könne, ist es für den Trainer der Vereinigten aus Wolsfeld, Alsdorf, Messerich und Niederweis umso bitterer, aktuell mit lediglich 14 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz zu stehen.

Die Personalsituation nervt: „Wir haben uns zur Vorbereitung neu eingeschworen mit dem Kern der Mannschaft, der in jedem Spiel Charakter zeigt. Wir haben im Winter gut gearbeitet. Ich habe dabei an die Einstellung und die eigenen Stärken appelliert. Auch das Umfeld sieht viele positive Eigenschaften. Es war wichtig, dass wir uns in der Vorbereitung neues Selbstvertrauen erarbeitet haben.“ Kloweit betont, dass er seiner Mannschaft nichts vorzuwerfen habe. „Wir haben nichts falsch gemacht in der Hinrunde, nur die Rahmenbedingungen mit dem großen Verletzungspech haben einfach nicht mehr hergegeben.“ Zudem wäre das Team vor zwei Wochen sehr gerne in die Restrückrunde gestartet, doch die wegen der widrigen Witterungsbedingungen ausgefallene Partie in Metterich wurde nun erst am Mittwoch nachgeholt. Hier stand am Ende eine glatte 0:3-Niederlage. Es nervt Kloweit, dass die Personalsituation nicht unbedingt besser geworden ist. Es komme nur ein Spieler zurück, der in der Hinrunde auch schon fehlte. Und mit Benny Domas hat ein torgefährlicher Spieler die Messericher in Richtung Neidenbach verlassen. „Der Wechsel war eine Charakterfrage. Ohne gravierenden Grund wechselt man nicht in der Winterpause den Verein – noch dazu in der gleichen Klasse.“

Der Glaube ist weiter da: Den Glauben an den Klassenerhalt hat der Trainer indes noch nicht verloren. „Mit dem kleinen Kader kann es auch ein Vorteil sein, dass man gezielt und mit mehr Intensität an bestimmten Abläufen und an der individuellen Stärke arbeitet. Vieles ist auch Kopfsache. Meine Schwerpunkte sind, das taktische Verständnis zu schulen, die Schnelligkeit zu fördern sowie auch am Ballgeschick zu arbeiten. Wir haben auch eine zweite Mannschaft, mit der wir zusammen trainieren.“ Torwarttrainer Thomas Mohr arbeitet zudem mit beiden Torleuten separat.

Die nächsten Aufgaben: Die nächsten Partien werden es in sich haben. Nach der richtungweisenden Partie gegen die SG Geichlingen II, die nur durch zwei Konzentrationsfehler am Ende der jeweiligen Halbzeiten mit 0:2 verloren ging und der Nachholpartie in Metterich (0:3), steht das Duell bei Spitzenreiter SG Preist bevor: „Das ist ein Bonusspiel für uns, doch im Hinspiel haben wir sehr gut ausgesehen, lange 1:0 geführt, kurz vor Schluss aber noch den Ausgleich kassiert. Wir werden alles versuchen, auch, wenn der Gegner der Tabellenführer ist.“ Kloweits Zukunft im Nimstal ist derzeit noch nicht geklärt: „Die Konzentration liegt primär auf dem Klassenerhalt. Erst dann werden wir über die Trainersituation reden.“ Und nach dem Preist-Spiel wartet mit der zweiten Garde des Bezirksligisten aus Kyllburg der nächste Gegner in einem (Abstiegs)-Schlüsselspiel.

Quelle: fupa.net