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Ein Mann weniger, ein Tor mehr

Schwarz/FuPa.netKreisliga B II: Kurz vor Schluss macht die SG SĂŒdeifel-Ernzen im Nachbarschaftsduell gegen die SG Nimstal-Messerich in Unterzahl den Sieg perfekt.

Zu Beginn war es ein zerfahrenes Spiel. Die GĂ€ste waren ein wenig prĂ€senter, versuchten frĂŒh zu pressen, um die Akteure der SG SĂŒdeifel-Ernzen nicht ins Spiel kommen zu lassen. Doch nach und nach nahmen die Vereinigten aus Ferschweiler und Ernzen das Heft in die Hand und wurden im Verlauf der ersten Halbzeit stĂ€rker. Insbesondere ĂŒber die linke Angriffsseite drohte Gefahr, wenn die agilen Hajo Hari und Fabian Molitor schnell unterwegs waren.

So auch in der 17. Minute, als eine flĂŒssige Passkombination der Hausherren beinahe durch Matthias Bojung zum 1:0 gefĂŒhrt hĂ€tte. Die Ernzener beherrschten nun das Spiel, ohne dem Gegner allerdings Angst und Schrecken einzujagen. Das Angriffsspiel der Hausherren war so linkslastig, dass auf rechts der Rasen hĂ€tte gemĂ€ht werden können, ohne dass es wohl den Spielern aufgefallen wĂ€re.

Bei einer dieser gefĂ€hrlichen Aktionen ĂŒber links verursachte ein Nimstaler Verteidiger einen Handelfmeter. Die AusfĂŒhrung ĂŒbernahm Ernzens KapitĂ€n Marius Diederich, der aber in Nimstals TorhĂŒter Tim Kaufmann seinen Meister fand (52).

Reklamieren bringt Marius Heck die Ampelkarte ein

Das war’s dann aber auch bis zur Pause. Kurz nach Wiederbeginn bekam Marius Heck dann die Gelb-Rote Karte, weil er den Schiedsrichter aufgefordert hatte, diese einem Nimstaler zu geben. Zuvor hatte er wegen Handspiels bereits Gelb gesehen (52.)

In Unterzahl stellte die SG SĂŒdeifel um und ließen nur den flinken Hajo Hari im Sturm. Einer seiner Konter fĂŒhrte dann in der 55. Minute zum ĂŒberraschenden 1:0, als er ĂŒber rechts in den Strafraum kommend den Ball ĂŒberlegt links unten am Keeper vorbeischob.

Als Verlierer wollten die Vereinigten aus Messerich, Alsdorf, Niederweis und Wolsfeld aber auch nicht vom Platz gehen, und so entwickelte sich eine mehr und mehr kÀmpferische Partie, unter der die spielerische Linie ein wenig litt.

Durch einen dummen Abwehrfehler fingen sich die Gastgeber aber noch in der 82. Minute durch Alexander Wagner den Ausgleich. Nun versuchten beide Mannschaften noch den Siegtreffer zu erzielen.

Dabei waren beiden auch solche eher unlauteren Mittel wie Provozieren, Simulieren und Diskutieren recht.

Lediglich der KapitĂ€n der SĂŒdeifler, Marius Diederich, erinnerte sich daran, dass man auch durch Fußballspielen Tore erzielen kann. Er zirkelte in der 90. Minute einen Freistoß in den Strafraum, den der aufgerĂŒckte Jannik Iske aus dem GewĂŒhl heraus zum umjubelten Siegtreffer einschob.

Schiedsrichter Reiner Gödert meinte bei der Verabschiedung nach dem Spiel noch: „Zum Schluss wurde es noch etwas rustikal“. Wie wahr.

GĂ€stetrainer vermisst die Kraft

SĂŒdeifel-Spielertrainer Florian Reger sagte: „Wir haben gut gekĂ€mpft und das Spiel alles in allem gesehen auch verdient gewonnen, insbesondere weil wir ja eine gute halbe Stunde lang in Unterzahl waren.

Der in der letzten Viertelstunde sehr temperamentvolle Trainer der GĂ€ste, Joachim Kloweit, meinte: „Ich bin nicht unzufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft – trotz der Niederlage. Wir haben zurzeit viele Verletzte und hatten unter der Woche bei der SG LĂŒnebach (2:4 verloren, d. Red.) ein schweres Pokalspiel. Vielleicht fehlte bei manchem zum Schluss ein wenig die Kraft, aber die Jungs haben trotzdem gut gespielt.“

Quelle: fupa.net (mit Fotogalerie)