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YoungStars am Mittelrhein - Oliver Petersch

Oliver Petersch„Es war ein Riesenschritt, und vor allem eine einmalige Chance. Ich habe mir einen Traum erfüllt!“ Wenn man den 16-jährigen Oliver Petersch auf seine noch junge Fußball-Karriere anspricht, gerät er sofort ins Schwärmen.

Seit fünf Jahren stürmt er nun schon für Bayer 04 Leverkusen, bringt dort in der B-Jugend-Regionalliga regelmäßig die gegnerischen Torhüter zur Verzweiflung.

So zielstrebig wie sein Zug zum Tor ist, so war auch sein Weg zum Bayer-Kreuz. Geboren und aufgewachsen ist Oliver nämlich ganz woanders: in Bitburg. Als Sohn einer fußballverrückten Familie kickte er schon als Sechsjähriger gegen den Ball, zunächst in seinem Heimatdorf Wolsfeld, später dann beim „großen“ FC Bitburg. Schon in der D-Jugend durfte sich der „Große“ bei Gelegenheit einmal mit dem „Giganten“ messen, immerhin pflegt Bayer 04 rege Kontakte zur Sportschule nach Bitburg. Oliver fiel den Spähern sofort auf, ein Probetraining wurde vereinbart. „Und dann habe ich gegen Borussia Dortmund mitgespielt und war dabei“, erinnert er sich.

So nahmen nicht nur die Karriereschritte ihren Lauf, sondern auch die Strapazen. Zweimal die Woche galt es 170 Kilometer an den Mittelrhein zurückzulegen. Zum Glück kam sein Trainer bei Bayer, Dirk Hartmann, ebenfalls aus Bitburg. Erst letztes Jahr löste sich die Fahrgemeinschaft auf, und Oliver zog endgültig nach Leverkusen. „Ich wohne dort in einer Gastfamilie und gehe in die zehnte Klasse des Landrat-Kuhn-Gymnasiums“, erklärt er. Eigentlich ein ganz normales Leben, wäre nicht jeden Tag noch Training. Und natürlich die Distanz zur eigenen Familie. „Am Anfang war es schon hart, aber meine Eltern unterstützen mich hundertprozentig bei meinem Traum. Das gibt mir viel Kraft!“ Kraft, die Oliver geschickt einzusetzen weiß. „Seit der ersten Maßnahme“ spielt er für die FVM-Auswahl, und auch der DFB ließ nicht lange auf sich warten: „Meine ersten beiden Länderspiele habe ich in der U15 gegen Russland gemacht, dabei ein Tor geschossen. Seitdem bin ich dabei.“

Die Zeichen deuten auf eine aussichtsreiche Karriere hin. Zielstrebigkeit und Kaltschnäuzigkeit sind genau das, was einen Topstürmer, was Oliver auszeichnet. Davon will er freilich nichts wissen. „Das Wichtigste ist, dass ich immer auf dem Boden bleibe. Fußball ist weiterhin mein Hobby, aber eins, das unheimlich Spaß macht!“ Eine solche Bescheidenheit und Leichtigkeit trifft man selten auf den Plätzen von Profi-Vereinen. Umso klarer spricht dies für eine tolle Zukunft. Wir dürfen gespannt auf den nächsten Riesenschritt warten.

pdficon_kleinOriginal-Artikel im Journal "Fußball AM Mittelrhein", Ausgabe 2/2005

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