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Peterschs perfekte Rückkehr ins Eintracht-Team

Oliver PeterschDick eingemummelt in seine lange wattierte Jacke, eine Mütze auf dem Kopf, stand Oliver Petersch lächelnd und zufrieden in der Mixed-Zone des Paderborner Stadions. Fernsehen, Radio, Zeitungen - alle wollten ein paar Sätze von dem 23-Jährigen - nicht nur wegen seines schönen Führungstores schon nach gut neun Minuten.

Für Petersch waren schlimme Monate zu Ende gegangen, in denen er mehr Zeit bei Ärzten verbracht hatte, als ihm lieb war. Hier eine Diagnose, da die nächste, nichts wendete sich wirklich zum Besseren.

Doch Ausdauer, Hartnäckigkeit und die Hilfe seiner Familie, seiner Freunde, aber auch seines Arbeitgebers haben sich letztlich ausgezahlt. Petersch ist zurück . Und wie.

Er hatte sich am 30. März vorigen Jahres im Heimspiel gegen Paderborn verletzt und feierte Sonnabend nach zehn Monaten Pause endlich sein Comeback. Der Mittelfeldspieler erzielte das 1:0, getroffen hatte er zuvor seit November 2010 nicht mehr – damals noch für Oberhausen gegen Bielefeld. Er war vor seiner Verletzung in 34 Zweitligaspielen ohne Tor geblieben. Und jetzt dieser Nachmittag.

„So kann es weitergehen, klar. Für mich und die Mannschaft. Es ist so schön, endlich wieder ohne Schmerzen Fußball spielen zu können“, sagte Petersch. Und sein Treffer zum 1:0? „Ich habe von Ken Reichel den Ball bekommen, habe gesehen, dass Paderborns Torhüter ein wenig zu weit vor dem Tor stand und einfach mal draufgehalten.“ Einfach mal.

Die Mannschaft hätte sich vieles erleichtert, hätte sie nachgelegt. „Wir haben viele hochkarätige Chancen liegen gelassen. Aber die muss man sich auch erstmal erarbeiten. Wir haben eine hohe Qualität in der Mannschaft. Das haben heute wieder einmal alle gesehen.“

Am Sonnabendvormittag hatte ihm Trainer Torsten Lieberknecht gesagt, dass er in der Start-Elf stehen würde. „Ich habe schon diese große Vorfreude genossen“, verriet Petersch. Und dann erst das Spiel.

Lieberknecht hatte mal wieder die richtige Personalentscheidung getroffen. „Es freut mich für Oliver, dass er seine gute Vorbereitung in der Winterpause mit diesem Spiel und dem Tor gekrönt hat.“

Dass der Auftritt in Paderborn nicht mit einem großen Zittern zu Ende ging, dafür sorgte Routinier Deniz Dogan. Der Abwehrchef – mit seinem Innenverteidiger-Kollegen Ermin Bicakcic bei Standards immer im Gewühl des gegnerischen Strafraums zu finden – bugsierte den Ball nach einem Freistoß ins Paderborner Netz. „Ich habe ihn zwar auch mit dem Kopf berührt, aber es war hauptsächlich meine Schulter“, erzählte der 33-Jährige nach der Partie, die der Eintracht weiter die Tabellenführung sicherte.

„Dieser Sieg war auch psychologisch wichtig, müssen doch die anderen jetzt nachziehen.“ Vor allem der Tabellendritte Kaiserslautern, der heute Abend bei 1860 München anzutreten hat. Hundertprozentig fit fühlt sich Dogan nach seiner Leisten-Operation zwar noch nicht. „Aber es wird von Woche zu Woche besser“, sagte der Abwehrspezialist.

Quelle: Braunschweiger Zeitung

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