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Köpfchen!

Oliver PeterschWenn's ein Ritterturnier gewesen wäre, dann hätten die Burgfräulein mit Fug und Recht behaupten dürfen, dass die stattlichen Recken mit offenem Visier gekämpft haben.

Aus Sicht eines Fußballers war die Partie zwischen dem SC Rot-Weiß Oberhausen und dem SC Paderborn am 11. Spieltag der 2. Bundesliga ein offener Schlagabtausch, bei dem die „Kleeblätter“ im wahrsten Sinne des Wortes Köpfchen bewiesen: beim 3:2 (1:2)-Sieg gegen den bärenstarken Aufsteiger aus Ostwestfalen erzielten die Rot-Weißen alle drei Treffer per Kopf!

„Ich kann meiner Mannschaft wieder nur ein Riesenkompliment machen für die Leistung in der zweiten Halbzeit. Da hat sie gezeigt, was in ihr steckt, wie viel Teamgeist und Siegeswille. Das war ein echter Kraftakt“, lobte Luginger, der jedoch nicht vergaß: „Im ersten Durchgang hatten wir gegen einen sehr starken Gegner keine Lösung gefunden, waren gedanklich langsamer, so dass wir froh sein konnten, nur mit einem 1:2-Rückstand in die Pause zu gehen.“

Die Ostwestfalen hatten von der ersten Minute ein hohes Tempo, große Laufbereitschaft und eine gehörige Portion Aggressivität und Zweikampfstärke in die Waagschale geworfen. Gerade auf den Außenbahnen hatten Dimitrios Pappas mit Daniel Brückner und Heinrich Schmidtgal mit Rolf-Christel Guie-Mien alle Hände voll zu tun.

Der SCP attackierte RWO beim Spielaufbau schon am Strafraum und provozierte Fehler in der Spieleröffnung. Bei Ballgewinn schwärmten die Gäste blitzschnell aus und brachten die Oberhausener Defensive häufig in Verlegenheit.

Die Rot-Weißen taten sich im ersten Durchgang schwer mit dem Pressing der Paderborner, hatten aber trotzdem die große Möglichkeit auf die Führung. Nach einem Traumpass von Moritz Stoppelkamp war Oliver Petersch in halbrechter Position im SCP-Sechzehner frei vor dem ehemaligen RWO-Keeper Daniel Masuch aufgetaucht, doch Petersch Schuss rollte knapp am Tor vorbei (19.).

Die Ostwestfalen hatten durch Guie-Mien (4.), Brückner (16.) und Mahir Saglik (21.) gefährliche Szenen in der Rot-Weiß-Hälfte und kamen dann in der 22. Minute nicht unverdient zur 1:0-Führung: eine Unachtsamkeit in der RWO-Deckung nutzte der ungedeckte Sören Gonther aus, der eine Hereingabe von Brückner volley mit links und unhaltbar für Sören Pirson in die Maschen setzte.

Acht Minuten später beinahe das 2:0 für die Gäste, als Schmidtgal einen Saglik-Schuss abfälschte und der Ball gegen den Pfosten des Oberhausener Tores knallte. Gerade als der SCP das Spiel nahezu vollständig kontrollierte, schlug RWO mit einer Standardsituation zurück: einen Freistoß von Schmidtgal köpfte der nicht nur wegen seiner Länge großartige Daniel Gordon unhaltbar zum 1:1 (35.) ein.

Doch damit ging es nicht in die Pause, denn zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff kam SCP-Verteidiger Florian Mohr nach der siebten Ecke von Enis Alushi zum Kopfball – 2:1 für die Ostwestfalen (43.)!

Unmittelbar nach dem Pausenpfiff dann die vielleicht spielentscheidende Szene: Daniel Brückner taucht mutterseelenallein vor Pirson auf, der dessen Schuss aus sieben Metern jedoch sensationell pariert und RWO vor dem 1:3 bewahrt (50.).

„Wir hatten genug Möglichkeiten zur Vorentscheidung, die wir leider alle vergeben haben. So kam RWO nochmal zurück ins Spiel“, klagte SCP-Trainer Andre Schubert. Und zwar in Person von Moritz Stoppelkamp. Der spielstarke und nicht zu stoppende Antreiber köpfte eine Hereingabe von Oliver Petersch nach einem lehrbuchmäßigen Konter zum 2:2-Ausgleich in die Maschen (53.).

Obwohl die Ostwestfalen fast im Gegenzug erneut trafen, Pirson jedoch mit den Fingerspitzen Alushis Fernschuss (55.) um den Pfosten drehte, hatte der Ausgleich die bis dato tonangebenden Gäste völlig aus dem Konzept und RWO neuen Mut gebracht. Das Bild hatte sich komplett gedreht.

Paderborn konnte das Tempo, das die Rot-Weißen nun vorlegten nicht mehr mithalten. RWO, immer wieder angetrieben durch das kongeniale Dreigestirn Schmidtgal, Stoppelkamp und Petersch, drängte auf den Sieg.

Und wurde belohnt: ein Schmidtgal-Einwurf wurde vom SCP-Glatzkopf Rudi Zedi unglücklich verlängert, Petersch hatte die Situation gerochen und brachte per Kopf mit seinem ersten Saisontreffer die „Kleeblätter“ auf die Siegerstraße, die sie nicht mehr verließen. 3:2 (67.)!

„Wir halten immer zusammen und der Glaube an uns selbst ist unsere große Stärke“, freute sich Petersch über nun 20 Punkte für RWO!

Quelle: rwo-online.de

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