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Petersch dreht das Spiel

Oliver PeterschRot-Weiß Oberhausen bog in einer unterhaltsamen und gutklassigen Zweitliga-Partie das Spiel um und behielt gegen ebenfalls offensiv engagierte Paderborner mit 3:2 die Oberhand.

In einem temporeichen ersten Durchgang ging der SCP zweimal in Front, doch Gordon und Petersch besorgten der Luginger-Elf in Hälfte zwei noch, nach zuvor zwei sieglosen Partien, den vierten Heim-"Dreier".

Jürgen Luginger plagten vor der Partie enorme Personalsorgen, weswegen der RWO-Coach auf einen Kader von nur 15 einsatzfähigen Feldspielern und zwei Torhütern zurückgreifen konnte. Als allerdings einzige Veränderung im Vergleich zum 1:1 beim Karlsruher SC kehrte bei den Hausherren Gordon ins defensive Mittelfeld zurück und ersetzte dort an der Seite von Kapitän Benjamin Reichert Spielgestalter Kaya (Muskelfaserriss).

Paderborns Trainer André Schubert musste nach der 0:2-Heimpleite im Ostwestfalenderby gegen Arminia Bielefeld mit Kapitän Krösche (Muskelfaserriss in der Leistengegend) ebenfalls auf einen Leistungsträger verzichten. Für diesen feierte der Ex-Emder Zedi sein Startelf-Debüt. Zudem agierte der zuletzt grippegeschwächte Schachten links in der Viererkette anstelle von Heithölter.

Kaum hatte Referee Felix Zwayer die Partie freigegeben, zappelte das Leder auch schon in den Maschen des RWO-Gehäuses. Schütze Saglik verzichtete aber auf einen Torjubel, stand der Paderborner Angreifer vor seinem Treffer doch klar im Abseits (1.). In einer fortan von beiden Teams intensiv und mit offenem Visier geführten Begegnung zeigten sich auch die Gastgeber bald vor dem gegnerischen Tor gefährlich: SCP-Keeper Masuch musste vor dem einschussbereiten Stoppelkamp beherzt zugreifen (3.). Damit aber nicht genug, beide Mannschaften nahmen sich keine Zeit zum Luftholen und gingen unvermindert hohes Tempo. Gute Chancen waren nahezu zwangsläufig: Guié-Mien prüfte etwa Pirson mit einem Schlenzer (4.).

In der 19. Minute brachte ein schneller Spielzug der Oberhausener auf der anderen Seite fast die Führung: Petersch chipte den Ball an Masuch, aber auch am linken Pfosten vorbei. Allerdings blieben die Ostwestfalen konsequent bei ihren Angriffsbemühungen und wurden vier Minuten später dafür belohnt: Brückner schlug von links eine weite Flanke ins Zentrum, wo der allein gelassene Gonther, das Spielgerät herrlich volley mit links in die Maschen beförderte. Nach nur kurzer Verschnaufpause beider Teams hätte der SCP um ein Haar nachgelegt: Sagliks abgefälschter Schuss klatschte jedoch an den Pfosten.

Nur vier Minuten später fiel der Ausgleich am Niederrhein: Nach einer Freistoß-Flanke von Schmidtgal aus dem linken Halbfeld schraubte sich Gordon in die Luft, und wuchtete das Spielgerät in die Maschen. Paderborn blieb aber auch weiterhin beharrlich in der Offensive und ging kurz vor Kabinengang erneut in Front: Nach der siebten Ecke von Alushi übersprang der aufgerückte Mohr Oberhausens Kapitän Benjamin Reichert und köpfte das Leder von der Fünfmeterraum-Grenze wuchtig ein (43.).

Paderborn kam erneut wach und engagiert aus der Kabine und hätte in der 50. Minute die Führung ausbauen müssen. Saglik legte mit Übersicht zu Brückner ab, doch Pirson parierte den Schuss des SCP-Akteurs aus kurzer Distanz glänzend. Dies rächte sich nur drei Minuten später: Nach einer schönen Kombination eingeleitet durch ein Hacken-Zuspiel von Stoppelkamp selbst, verwertete der Ex-Essener nach Petersch-Hereingabe vom rechten Strafraumrand im Zentrum mit dem Kopf.

Oberhausen drehte in der 67. Minute dann endgültig die unterhaltsame Partie und ging erstmals in Führung: Nach weitem Einwurf von der linken Seite verlängerte Brückner das Leder unglücklich zu Petersch, der die Kugel mit dem Kopf gegen die Laufrichtung von Masuch zum Jubel der RWO-Fans in die Maschen setzte.

In der Schlussphase versuchte Paderborn zunächst weiter über spielerische Mittel zum Ausgleich zu kommen. Auf der Gegenseite hätte aber Stoppelkamp mit einem trockenen Schuss fast das 4:2 besorgt (74.). Der SCP ließ sich davon aber nicht beirren, öffnete Räume zum Kontern und hatte auch noch die Ausgleichschance: Pirson fischte sich aber eine Saglik-Freistoßflanke vor dem einköpfbereiten Zedi (88.).

Oberhausen gastiert am kommenden Freitag in Kaiserslautern. Der SC Paderborn empfängt zeitgleich in der heimischen Energieteam-Arena die TuS Koblenz.

Quelle: kicker.de

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